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der Abgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer SPD vom 19. Oktober 2005 - Drucksache 14/493 [11 KB]
Gründungsberatungen der Wirtschaftsförderung Hagen GmbH
Wirtschaftsministerin Christa Thoben hat angekündigt, die Wirtschaftsförderung in Gründungsagenturen zu bündeln und jeweils bei den Kammern von Industrie, Handel und Handwerk anzusiedeln.
Dabei gilt: Die Anforderungen an Wirtschaftsförderung und Existenzgründungen sind vielfältig. Die verschiedenen Träger haben mit einer arbeitsteiligen Beratungsstruktur dieser Vielfalt bisher Rechnung getragen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:
1. Welche Formen der Kooperation zwischen der oben genannten Wirtschaftsfördergesellschaft und den örtlichen Kammern sind der Landesregierung bekannt?
2. Wie beurteilt die Landesregierung diese Zusammenarbeit?
3. Wie hoch war die Anzahl der Gründungen, die in dem räumlichen Zuständigkeitsbereich der oben genannten Wirtschaftsfördergesellschaft im Jahre 2004 und im Jahr 2005 stattgefunden haben?
4. Wie hoch war die Anzahl der Beratungen, die die Träger der Wirtschaftsförderung (Wirtschaftsfördergesellschaft/Kammern) in der in Rede stehenden Region durchgeführt haben?
5. Wie hoch war die Anzahl der Beratungen für Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen und Empfänger, die die Träger der Wirtschaftsförderung in der in Rede stehenden Region durchgeführt haben?
Wolfgang Jörg Hubertus Kramer
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der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie vom 17. November 2005 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Innenminister und dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: - Drucksache 14/688 [16 KB]
Zur Frage 1 Im Rahmen des Go! Gründungsnetzwerkes NRW bestehen in allen Kammerbezirken und teilweise auch auf Kreis- und Stadtebene regionale Gründungsnetzwerke. Zu Beginn der Gründungs-Offensive NRW 1995 wurde die Moderation der regionalen Gründungsnetzwerke im Einvernehmen mit allen Partnerorganisationen den Industrie- und Handelskammern übertragen. Aufgabe der regionalen Gründungsnetzwerke ist es, den Gründern Informationen, Erstberatung, Qualifizierung und begleitende Unterstützung anzubieten. Zu diesem Zweck arbeiten Kammern, Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Technologiezentren, Agenturen für Arbeit und zahlreiche weitere Institutionen zusammen. Art und Umfang der Arbeitsteilung werden auf der regionalen Ebene verabredet und sind somit regional unterschiedlich. In Hagen betreut die Südwestfälische IHK in Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung Hagen und zusammen mit weiteren Partnern wie zum Beispiel der Handwerkskammer die Gründerinnen und Gründer.
Zur Frage 2 Kooperationen und Netzwerke dieser Art sind nach Auffassung der Landesregierung zu begrüßen, sind allerdings kein Ersatz für eine klare, eindeutige und für die relevante Zielgruppe – hier also die Existenzgründungswilligen – schnell zu erfassende Basisstruktur. Daran fehlt es in NRW bislang. Die Landesregierung beabsichtigt daher, die gesamte Basisstruktur mit allen Beteiligten in der Weise weiterzuentwickeln, dass dem "Kunden" (also den Existenzgründungswilligen) landesweit gleichartige, unter einer "Dachmarke" firmierende Anlaufstellen zur Verfügung stehen.
Zur Frage 3 Zur Beschreibung des Gründungsgeschehens auf regionaler und lokaler Ebene wird auf die Gewerbeanzeigenstatistik zurückgegriffen. Diese weist für die Stadt Hagen 1.837 Gewerbeanmeldungen im Jahr 2004 aus. Die Ergebnisse für das Jahr 2005 liegen noch nicht vor.
Zur Frage 4 Im Jahr 2004 hat die Wirtschaftsförderung Hagen GmbH nach eigenen Angaben insgesamt 347 Beratungsgespräche und im Jahr 2005 bis Ende September 252 intensive, persönliche Einzelberatungen zur Existenzgründung durchgeführt. Die Südwestfäliche Industrie- und Handelskammer hat im gesamten Kammerbezirk im Jahr 2004 ca. 1.800 sowie in den ersten 10 Monaten des Jahres 2005 ca. 1.500 persönliche Orientierungsberatungen (Dauer ca. 60-90 Minuten) geführt. Zusätzlich wurden 2004 ca. 4.500 Einstiegsberatungen und bis Oktober 2005 weitere 3.900 Einstiegsberatungen (Dauer: unter 30 Minuten) geführt. Eine regionale Differenzierung nach Landkreisen und der kreisfreien Stadt Hagen ist nicht möglich. Die für Hagen zuständige Handwerkskammer Dortmund hat nach eigenen Angaben im gesamten Kammerbezirk im Jahr 2004 5.313 Beratungen durchgeführt, darunter sind 433 Intensivberatungen, die eine Dauer von durchschnittlich 5-6 Stunden haben. Für 2005 (bis einschließlich Oktober) meldet die HWK Dortmund insgesamt 4.650 Beratungen, darunter 428 Intensivberatungen. Im Jahr 2005 entfallen auf die Stadt Hagen 7,2 % dieser Intensivberatungen.
Zur Frage 5 Die Wirtschaftförderung Hagen GmbH hat bis Ende September 2005 33 Arbeitslosengeld-II-Bezieher intensiv und persönlich beraten. Nach Auskunft der Südwestfälichen IHK sind in den Einstiegs- und Orientierungsberatungen der IHK auch Beratungen für Arbeitslose enthalten, allerdings werden diese nicht gesondert statistisch erfasst. Der Anteil von Arbeitslosen in den Einstiegs- und Orientierungsberatungen wird von der IHK auf ca. 55 % geschätzt. Auch die Handwerkskammer nimmt keine gesonderte Unterscheidung der Personengruppen vor, geht allerdings sehr geringen Anteil von Arbeitslosengeld-II-Empfängern aus.
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