des Abgeordneten Wolfgang Jörg SPD vom 13. Dezember 2006
- Drucksache 14/3184 [12 KB]


Wie verlief der Semesterstart an der Fachhochschule Südwestfalen wirklich?

Der Start ins neue Wintersemester hatte für die Studierenden einen bitteren Beigeschmack. Obwohl die Anzahl der jungen Menschen seit Jahren kontinuierlich ansteigt, die ein Studium aufnehmen dürfen, sind die Anfängerzahlen an den Hochschulen eingebrochen. Die Ursache ist klar: Studiengebühren schrecken junge Menschen aus bildungsfernen Schichten ab. Dieser Rückgang ist dramatisch, wenn man bedenkt, dass die OECD NRW und Deutschland jüngst dazu aufgefordert hat, die Akademikerquote nachhaltig zu steigern. Aber auch innerhalb der Hochschulen nimmt der Druck zu. Nicht nur örtliche NC, sondern auch "innere" NC werden zunehmend stärker beklagt. So stehen immer mehr Studierende mit Hinweis auf die sich stark zuspitzende Haushaltssituation trotz korrekter Anmeldung vor verschlossenen Seminar- und Laborräumen.


Deshalb frage ich die Landesregierung:

1. Wie haben sich im laufenden Semester die Einschreibezahlen der Erstsemester an der Fachhochschule Südwestfalen im Vergleich zum Wintersemester 2005/2006 verändert?

2. Wie hoch ist die Kapazitätsauslastung nach Abschluss der Einschreibefristen im ersten Semester an der Fachhochschule Südwestfalen (aufgeschlüsselt nach Fächern)?

3. Wie haben sich im laufenden Semester die örtlichen NC an der Fachhochschule Südwestfalen im Vergleich zum Wintersemester 2005/2006 verändert (aufgeschlüsselt nach Fächern)?

4. Wie vielen Studierenden konnte im laufenden Semester an der Fachhochschule Südwestfalen kein Seminarplatz oder Laborplatz trotz korrekter Anmeldung zugewiesen werden (aufgeschlüsselt nach Veranstaltungen)?

5. Wie vielen Studierenden wurde im Jahre 2006 bisher nach erfolgreichem Abschluss des Bachelors die Aufnahme in den konsekutiven Masterstudiengang der Fachhochschule Südwestfalen verweigert (aufgeschlüsselt nach Fächern)?



Wolfgang Jörg





Antwort

des Ministers für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie vom 4. Januar 2007 namens der Landesregierung:
- Drucksache 14/3437 [1.633 KB]


Zur Frage 1
Die Zahlen der Studienanfängerinnen und -anfänger bitte ich der beigefügten Anlage 1 zu entnehmen, die sich aufgrund einer großen Zahl gleich gelagerter Anfragen auf alle Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen in NRW bezieht.


Zur Frage 2
Eine Auslastungsberechnung Stand WS 06/07 liegt dem MIWFT noch nicht vor und erfolgt auch nicht auf Fächerebene, sondern auf Ebene der Lehreinheiten. Die Ergebnisse der Auslastungsberechnung zum WS 05/06 sind als Anlage 2 beigefügt." Für Kunst- und Musikhochschulen sowie für die FernUniversität Hagen werden keine Auslastungsberechnungen geführt.


Zur Frage 3
Die Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge an allen Hochschulen ist von 645 im WS 04/05 auf 762 im Jahr 05/06 und auf 833 im Jahr 06/07 gestiegen. Die Zulassungsbeschränkungen im Einzelnen ergeben sich aus der beigefügten Anlage 3. Für die Kunst- und Musikhochschulen sowie für die FernUniversität Hagen liegen solche Daten nicht vor.


Zu den Fragen 4 und 5
Die hier gewünschten Daten werden weder vom MIWFT noch von den Hochschulen geführt und können auch im Rahmen einer Kleinen Anfrage nicht erhoben werden.




Anmerkung: Der Minister hat es sich in diesem Fall einfach gemacht und mit dieser Antwort gleich mehreren Abgeordneten auf deren Kleine Anfragen geantwortet. Die von ihm erwähnten Anlagen können Sie der Drucksache 14/3437 [1.633 KB] entnehmen.