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der Abgeordneten Renate Hendricks und Wolfgang Jörg SPD vom 13. Februar 2007 - Drucksache 14/3723 [13 KB]
Suchtprävention im Kindergarten - Die Kleinsten früh aufklären und schützen
Ziel der Suchtprävention im Kindergarten ist es das Selbstwertgefühl und die sozialen Fähigkeiten der Kindergartenkinder zu stärken, damit sie sie lernen, wie ihre Eltern mit Suchtmitteln umgehen und der Suchtgefahr vorzubeugen. Dabei werden nicht nur Suchtmittel wie Alkohol, Zigaretten und Drogen, sondern auch Süßigkeiten, der Fernseher und der Computer.
Die Ursache von Suchtverhalten, gerade bei Kindern und Jugendlichen ist häufig beim Mangel an Zuwendung, an sozialen Beziehungen und positiven Erlebnissen zu suchen.
Ein langwierig angestrebtes Ziel der Suchtprävention im Kindergarten ist es, die Kinder zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit zu führen und mit ihnen mehr soziale Kontakte aufzubauen. Denn wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder mit höherem Selbstbewusstsein weniger anfällig für Suchtmittel sind.
Zur Suchtprävention im Kindergarten gilt es auch die Erzieherinnen und Erzieher zum Thema Drogen und Verhaltensauffälligkeiten bei suchtgefährdeten Kindern, sowie in der Elternarbeit weiter zu bilden.
Im Märkischem Kreis startet vom 22. bis 27. Januar diesen Jahres ein Pilotprojekt zur Suchtprävention im Kindergarten unter dem Motto "Kinder stark machen".
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:
1. In wie vielen Kindergärten in Nordrhein-Westfalen wird bereits Suchtprävention betrieben?
2. Wie beurteilt die Landesregierung die momentane Suchtprävention in den nordrheinwestfälischen Kindergärten?
3. Welche Bedeutung soll die Suchtprävention in den Kindergärten zukünftig einnehmen?
4. Wie will die Landesregierung die Erzieherinnen und Erzieher in Hinsicht auf das Thema Drogen, Suchtprävention und Verhaltensauffälligkeiten bei suchtgefährdeten Kindern fortbilden, damit sie Suchtprävention in den Kindergärten erfolgreich leisten können?
5. Ab wann beabsichtigt die Landesregierung die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt im Märkischen Kreis grundsätzlich in NRW umzusetzen?
Renate Hendricks Wolfgang Jörg
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Antwort |
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des Ministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration vom 21. März 2007 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales und der Ministerin für Schule und Weiterbildung: - Drucksache 14/4055 [14 KB]
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Zu den Fragen 1 und 2 |
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In Nordrhein Westfalen ist die Suchtprävention in Kindertageseinrichtungen seit Jahren etabliert. In nahezu allen Kreisen und kreisfreien Städten werden von den Prophylaxefachkräften der örtlichen Sucht- und Drogenberatungsstellen entsprechende Beratungs- und Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen angeboten.
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Zu den Fragen 3 und 4 |
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Der Suchtprävention in Kindertageseinrichtungen kommt, wie bisher, auch weiterhin eine hohe Bedeutung zu und bleibt Schwerpunkt der Arbeit der Prophylaxefachkräfte im Land. Frühe Erkennung und effektive Prävention verhindern die gesundheitlichen Risiken von Kindern. Dementsprechend muss auch die Suchtprävention frühzeitig und kontinuierlich umgesetzt werden
In einem 4-Jahresprogramm der BARMER Ersatzkasse werden 2000 Erzieherinnen und Erzieher aus den Kindertageseinrichtungen für die Suchtprävention durch das Präventionsprogramm "PAPILIO" qualifiziert.
Darüber hinaus hat die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung „Ginko“ unter dem Namen „Kita-MOVE“ ein neues Fortbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher entwickelt, das Eltern von Kindern im Elementarbereich erreichen soll und mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Bielefeld bereits in einem Pilotdurchlauf erfolgreich erprobt wurde.
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Zur Frage 5 |
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Das dem Projekt im Märkischen Kreis zu Grunde liegende Konzept gehört zum Standardangebot aller Prophylaxefachkräfte. Es wird in Nordrhein-Westfalen flächendeckend seit Jahren in Kindertageseinrichtungen unter verschiedenen Projektnamen und mit Projektvariationen umgesetzt.
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