Gerda Kieninger: SPD fordert Programm 'Junge Frauen in Berufe mit Zukunft'
"Bei der Berufswahl spielen die gängigen Klischees leider immer noch eine große Rolle. Das gilt gleichermaßen für Mädchen und Jungen", fasste Gerda Kieninger, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, die heutige Anhörung zum SPD Antrag 'Junge Frauen in Berufe mit Zukunft' (Drucksache 14/3836 ) zusammen. Daher hätten auch die Sachverständigen die Forderungen der SPD einhellig begrüßt und betont, dass die Konzepte und Ideen beispielsweise zum Heranführen von Mädchen und jungen Frauen an technische Berufe durchaus vorhanden seien. "Aber durch die Streichung von Förderprogrammen und die Auflösung von Einrichtungen wie den Regionalstellen Frau und Beruf hat die schwarz-gelbe Landesregierung das Problem in den letzten zwei Jahren noch verschärft. Mädchen entscheiden sich überwiegend für klassische Frauenberufe. Daher muss das Land endlich seinen Kurs wechseln, die Initiative ergreifen und ein Handlungskonzept 'Junge Frauen in Berufe mit Zukunft' vorlegen", forderte Kieninger.
Zudem müsse frühzeitig mit der Auflösung von Rollenklischees begonnen werden, ergänzte Kieninger. "Bereits in der Kindertagesstätte und später in der Schule müssen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, sich unabhängig vom Geschlecht sowohl technische und naturwissenschaftliche Kompetenzen anzueignen, als auch Fähigkeiten im Bereich der täglichen Versorgung zu erwerben. Dazu bedarf es zusätzlicher Angebote, aber auch einer Überarbeitung der Lehr- und Unterrichtsmaterialien." Wenn in Schulbüchern immer noch überwiegend der Kfz-Mechaniker und die Verkäuferin zu finden seien, merkte die SPD-Frauenpolitikerin an, dürfe man sich über eine geschlechtertypische Berufswahl nicht wundern.
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Gerda Kieninger
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