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SPD-Frauen besuchen Netzwerk 'Frauen und Mädchen mit Behinderung NRW' in Münster
Der Arbeitskreis Frauenpolitik der SPD-Landtagsfraktion besuchte heute das Büro des Netzwerks 'Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung NRW' in Münster und informierte sich über dessen Arbeit. Dazu erklärte Dr. Anna Boos, SPD-Landtagabgeordnete aus Münster: "Etwa eine Million Frauen und Mädchen mit Behinderung oder einer schweren chronischen Erkrankung leben in Nordrhein-Westfalen. Sie werden in vielen zentralen Lebensbereichen benachteiligt. Offensichtlich gilt dieser Umstand auch immer noch für den Beruf, und das trotz der guten aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Viele Arbeitgeber scheuen sich behinderte Frauen einzustellen, weil sie häufig nicht ausreichend über die individuellen Leistungs- und Fördermöglichkeiten informiert sind. Hier ist es die Aufgabe der Politik, Initiativen zur beruflichen Integration behinderter Menschen wie das bundesweite Programm 'Job4000' gezielt für Frauen einzusetzen und den Nutzen für Arbeitgeber deutlicher herauszustellen.“
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Anna Boos MdL
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Gertrud Servos, Sprecherin des Netzwerks, berichtete über die Arbeit des Netzwerks: "Das Netzwerk setzt sich besonders für die gesellschaftliche Gleichstellung und Teilhabe der betroffenen Frauen ein. Wir versuchen behinderte Frauen bei einer selbstbestimmten Lebensführung zu unterstützen und damit langfristig auf eine Verbesserung ihrer Lebensqualität hinzuarbeiten. Neben der Abfederung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen stehen dabei nicht selten massive Zugangsprobleme zum ersten Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Obwohl die gesetzlichen Voraussetzungen zur gleichberechtigten Teilhabe in Deutschland nie besser waren, bleiben behinderte Frauen vom wirtschaftlichen Aufschwung ausgeschlossen. Hier gilt es spezielle Förderungskonzepte für diese Gruppe zu entwickeln.“ Ulla Meurer, stellvertretende frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, ergänzte, dass es Frauen mit Behinderung in unserer Gesellschaft immer noch besonders schwer hätten. "Das Gesundheitssystem ist männlich ausgerichtet und dominiert, wie eine Enquetekommission in der letzten Legislaturperiode herausgearbeitet hat. Die schwarz-gelbe Landesregierung ignoriert diese Ergebnisse aber leider völlig.“
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Ulla Meurer
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