Hagen, den 12. September 2007
"Ein ganz schlechtes Märchen..."
So lautet das Motto von Hagens erstem und einzigen Bewegungskindergarten in der Lützowstraße. Erst vor einem Jahr wurde die "Matthäus-Kindertagesstätte" mit dem Prädikat des Landessportbundes ausgezeichnet. "Jetzt ist das alles wieder in Gefahr. Das neue Gesetz bietet kaum Spielraum für Zusatzangebote", stimmen Eltern und Erzieherinnen überein und nennen dabei nur einen negativen Aspekt des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), das Minister Laschet (CDU) an Experten- und Betroffenenmeinungen vorbei gerne verabschieden möchte. KiBiz hat jedoch noch weit mehr negative Aspekte.
Mit einer eigenen Postkartenaktion machten die "Matthäus-Eltern" am Mittwoch, unterstützt von Bürgermeisterin Brigitte Kramps (SPD), auf die Situation aufmerksam, die derzeit auch landesweit zu Protesten führt. Mit Transparenten, Postkarten und Handzetteln standen Kinder, Eltern und Erzieherinnen auf der Straße. Die Befürchtungen, mit höheren Elternbeiträgen nur noch begrenzt Betreuungszeiten buchen zu können, in denen die Kinder in überfüllten Gruppen von ständig wechselnden Erzieherinnen verwahrt werden, bringt alle auf die Palme.
Ähnlich ergeht es dem Delstener Waldorf-Kindergarten. Birgit Menk-Kulik als Mutter eines Waldorf-Kindes bringt es auf dem Punkt: "Im Kindergarten wird es nur noch ein Pflichtprogramm geben, die Kür können wir vergessen, obwohl wir ohnehin schon stark zur Kasse gebeten werden." Der Elternrat dieser Einrichtung hat sich dem Protest angeschlossen, so dass Brigitte Kramps nun über 300 Protest-Postkarten an den Minister weiterreichen kann.
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Die Kinder der Matthäus-Tagesstätte protestieren gemeinsam mit ihren Eltern und Erzieherinnen gegen das KiBiz.
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