Enttäuschung über die Entscheidung zum Ladenschluss
Tief enttäuscht zeigten sich die beiden heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer von dem jetzt im Düsseldorfer Landtag verabschiedeten Gesetz zur Freigabe der Ladenöffnungszeiten. Bis zuletzt hatte die SPD-Landtagsfraktion alle politischen Mittel eingesetzt und eine dritte Lesung des Gesetzes beantragt, um die Verabschiedung zu verhindern.
Mit dem neuen Ladenöffnungsgesetz gilt nun die Formel "Sechsmal 24". Für den Einzelhandel bedeutet dies theoretisch die Möglichkeit die Läden an sechs Tagen die Woche 24 Stunden geöffnet zu lassen. Solche Regelungen gehen vor allem zu Lasten der zahlreichen weiblichen Mitarbeiter und sind ein weiterer Hinweis auf die familienfeindliche Politik der schwarz-gelben Landesregierung. Wolfgang Jörg: "Bereits in den letzten Jahren hat die sukzessive Aufweichung des Ladenschlusses weder zu größeren Umsätzen, noch zu mehr Beschäftigten im Einzelhandel geführt. Im Gegenteil - gerade für die Kundinnen und Kunden haben die längeren Öffnungszeiten zu einem immer größeren Qualitätsverlust im Service-Bereich geführt."
Wolfgang Jörg
Hubertus Kramer stimmt den Bedenken seines Kollegen zu: "Die kleinen oftmals familiengeführten Unternehmen hatten schon mit den Öffnungszeiten bis 20:00 Uhr zu kämpfen, da sie ihr Fachpersonal weder aufstocken können, noch über die personelle Flexibilität von Großhandelsunternehmen verfügen. Durch das neue Gesetz wird daher in erster Linie eine weitere Konzentration der Umsätze bei den großen Einzelhandelsbetrieben, den Top-Lagen und der Grünen Wiese zu finden sein."