Hagen, den 18. Oktober 2005
gemeinsame Pressemitteilung der Hagener Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer
Raus aus dem Elfenbeinturm - Wirtschaftsministerin Christa Thoben muss die Wirtschaftsförderungen vor Ort unterstützen, nicht boykottieren
Die bisherigen Pläne von Wirtschaftsministerin Thoben für eine Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung NRW weisen keinen Weg in die Zukunft. Der Vorschlag der Wirtschaftsministerin, die Wirtschaftsförderung in so genannten Gründungsagenturen bei den Kammern von Industrie, Handel und Handwerk zu bündeln, verkennt die Leistungsfähigkeit der Hagener Wirtschaftsgesellschaft.
Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer: "In Hagen haben wir eine Kompetenz und nachweislich gute Serviceberatung im Bereich der Existenzgründungsberatung aufgebaut. Es ist ein schwerer Fehler, dieses Wissen links liegen zu lassen. Mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung werden wir das Know How und die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaftsfördergesellschaft verdeutlichen."
Die Planungen der Wirtschaftsministerin, die Gründungsagenturen bei den Kammern anzusiedeln, haben einen gravierenden Nachteil. Die beiden Abgeordneten Jörg und Kramer: "Die Kammern können ihr Angebot nicht in die Fläche tragen. Sie sind zu zentral organisiert. Außerdem werden die ALG II-Empfänger bei ihren Gründungsbemühungen vor allem bei der Wirtschaftsfördergesellschaft Hagen betreut. Mit dem Konzept von Wirtschaftsministerin Thoben würde die Betreuung dieser Gruppe ins Abseits rücken."
Wir brauchen keine neuen Strukturen, sondern neue Ideen und regionale Wettbewerbe um unsere Wirtschaft zu stärken. Frau Thobens Tun zeigt, dass sie das Land nicht kennt.
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