Hagen, den 25. Oktober 2007


Salz in der Wunde der CDU

"Frau Knollmann versucht sich vor ihrer parteiinternen Wahl zu profilieren. Dass sie das auf Kosten der örtlichen CDU-Fraktion macht ist erstaunlich", kommentiert SPD-Vorsitzender Wolfgang Jörg Knollmann´s Kritik am Kurs des Rates. Der hatte mit den Stimmen der SPD und CDU den vom Regierungspräsidenten gewünschten Mentor begrüßt, den Knollmann nun kritisiert. Ihre Kritik muss Salz in der Wunde der CDU-Fraktion sein, so Jörg, denn seit dem Jahr 2002 ging die Verschuldung stark nach oben. Damals war bekanntlich alles unter CDU-Führung. "Die Mutter aller Derivat-Geschäfte, Ann-Kathrin Grehling, führte damals die Geschicke der Kämmerei. Unter den Folgen leiden wir bis heute." Dass der Mentor-Befürworter und Regierungspräsident Helmut Diegel offenbar Grehling nach Hagen holte ist ein Treppenwitz am Rande. "Die Kämmerei wird seit 2002 von CDU-Leuten geführt, Knollmanns Kritik richtet sich gegen die eigene Personalpolitik und nicht zuletzt gegen Wilfried Horn." Und bekanntlich war die Mutter aller Derivat-Geschäfte auch einmal Baudezernentin in unserer Stadt. "Ich kann mich nicht erinnern, dass Frau Grehling sich in dieser Zeit besondere Verdienste erworben hätte, auch nicht in Sachen Bahnhofshinterfahrung."

Wenn Frau Knollmann sich bekannt machen will, ist das in Ordnung und entspricht der Funktion der CDU-Vorsitzenden. Bei der Themenauswahl hat sie sich völlig vergriffen. Denn auch das Thema Familienfreundlichkeit muss erstmal in der CDU intern geregelt werden. "Wenn Frau Knollmann es schafft innerhalb der CDU eine Mehrheit gegen das neue Kindergartengesetz (KiBiz) der Landesregierung durchzusetzen, dann würde sie wirklich etwas für die Familienfreundlichkeit unserer Stadt tun."


Wolfgang Jörg