Hagen, den 19. September 2007


SPD und Jusos befürworten Brückenprojekt

Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Hagen, Wolfgang Jörg MdL, und der Vorsitzende der Jusos in Hagen, Timo Schisanowski, sehen in dem Kunstprojekt "Sehnsucht nach Ebene II" eine Bereicherung für die Stadt Hagen. Die Stadt dürfe sich die Chance, sich mit einem derartigen Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 zu präsentieren, nicht entgehen lassen. Wolfgang Jörg: "Sollte sich der Rat mehrheitlich gegen das Projekt entscheiden, dann richtet er damit einen großen Schaden für das Image unserer Stadt an, der uns lange anhaften wird."

Die Jusos und die SPD in Hagen fordern die Mitglieder des Rates auf, am 11. Oktober zu dem Projekt "Sehnsucht nach Ebene II" zu stehen und dem Antrag zuzustimmen. "In Teilen der Bevölkerung wird behauptet, das Projekt verschlinge zu viel Geld", so Schisanowski, der auch Ratsmitglied ist. "De facto kostet es die Stadt rund 270.000 Euro - Geld, das in den Haushaltsmitteln durch die vorgezogene Bauunterhaltung der Brücke zur Verfügung steht. Der Rest finanziert sich über Sponsoren und Fördergelder." Der Kämmerer, so Schisanowski weiter, habe außerdem bereits öffentlich betont, was auch in der zu beschließenden Vorlage stehe: "Eine über die ausgewiesenen städtischen Mittel hinausgehende Finanzierung durch zusätzliche städtische Mittel wird ausgeschlossen".


Wolfgang Jörg

Verwundert zeigen sich sowohl der Partei- als auch der Juso-Vorsitzende über die CDU-Ratsfraktion, die sich gegen die Meinung ihres Bürgermeisters Dr. Fischer und gegen die des Stadtkämmerers Gerbersmann positioniert haben und das Projekt "Sehnsucht nach Ebene II" ablehnen wollen. Timo Schisanowski und Wolfgang Jörg hoffen, dass sich an dieser Haltung noch etwas ändern wird. "Das Projekt sollte eine breite Mehrheit im Rat der Stadt Hagen finden", so Wolfgang Jörg. "Das wäre das richtige Signal nach draußen."

Der Landtagsabgeordnete, der in einem seiner Ausschüsse in Düsseldorf auch für das Thema Integration verantwortlich ist, findet das Konzept gut: "Es ist die Chance, Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander zu verbinden. Die Neugestaltung der Hochbrücke und die begleitenden Projekte werden ein Zeichen setzen für Toleranz, Akzeptanz und Anerkennung." Zugleich werde der Bereich an der Altenhagener Brücke städtebaulich deutlich aufgewertet. Die Chancen, die dieses Projekt birgt, verstreichen zu lassen, wäre ein fataler Fehler, so Wolfgang Jörg und Timo Schisanowski abschließend.


Timo Schisanowski